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Heute kommt des Rätsels Lösung -wer auf meiner Ikone sichtbar ist-

verpackt in einer kleinen Montagsgeschichte. 😉

Julius Augustus musste sich beeilen, um Lilia noch zu erreichen. Zufällig hatte er erfahren, dass Lilia ihre Menschenfreundin in ein Kloster begleiten wollte, zum Ikonenmalen. »Was das nun wieder sein mag«, dachte Julius. Es konnte ihm ja eigentlich egal sein wo und womit seine Elfenmädchenschülerinnen ihre Schulferien verbrachten. „Ich gestehe mir meine Neugier ein. Der letzte Besuch bei der Menschenfrau war schon sehr aufschlussreich“, sprach Julius laut vor
sich hin.

„Lilia warte doch bitte“.

Erstaunt drehte Lilia sich mitten im Flug um. Das war doch die Stimme ihres Klassenlehrers. „Hallo Herr Augustus, was machen sie denn hier?“

„Ich habe von deiner Freundin Rosa erfahren, dass du deine Lichtblumenschulferien bei deiner Menschenfreundin verbringen willst. Was sagen deine Eltern denn dazu?“ Julius Augustus Augen blitzten schelmisch. Wusste er doch ganz genau, dass Lilia diesbezüglich ihre Eltern sicherlich ein
klein wenig beschummelt hatte.

»Erwischt«, dachte Lilia und las sogleich in Julius Gedanken. „Lieber Herr Augustus, sie möchten mich doch sicherlich begleiten, um auf mich aufzupassen“, säuselte sie liebreizend.

„Aber sehr gerne doch, liebste Lilia. Als dein Klassenlehrer habe ich ja auch eine gewisse Verantwortung für dich übernommen“.

Lilia ließ sich ihren Ärger nicht anmerken. Zu gerne wäre sie alleine zu ihrer Menschenfreundin geflogen. Nun musste sie in die saure Ampfer beißen, um ihr Abenteuer nicht zu gefährden. „Dann legen sie mal einen Fühler zu, wir müssen uns beeilen“.

Gerade zur rechten Zeit kamen die beiden in der alten Mühle, dem Wohnhaus von Lilias Menschenfreundin an. Zielstrebig flog Lilia auf Monikas Schulter und gab ihr einen kleinen Elfenbegrüßungskuss auf die Wange. Monika lächelte und hielt die Wagentüre geöffnet. Lilia grinste und Julius Augustus drehte den Kopf zur Seite. Es konnte ja nicht sein, was nicht sein durfte – Julius hielt eisern an seinem Glauben fest, dass Menschen, Elfen, Feen und Kobolde weder sehen, hören noch fühlen konnten. Ok, bei Lilias Menschfreundin kam er schon ein wenig ins Grübeln, aber das musste ein Kobold ja nicht an die große Narzisse hängen.

Kaum hatten Lilia und Julius auf dem Armaturenbrett Platz genommen, da ging die Reise auch schon los. Erstaunt stellte Julius fest, dass man auch mit einem Auto fliegen konnte. Das Kloster lag auf einem Berg, inmitten einer kleinen Stadt. Lilia und Julius hatten noch nie so viele Menschen gesehen. Neugierig schauten sie aus den Autofenstern und beobachteten das Treiben aus sicherer Entfernung. Im Kloster angekommen, hatten sie gerade noch genügend Zeit, um sich in dem kleinen Einzelzimmer einzurichten. Dann trafen sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen. So konnten sie sich untereinander schon ein wenig kennenlernen. Später gab es dann den ersten Diavortrag zum Thema Ikonenmalen.

Die nächsten Tage waren für Mensch, Elfe und Kobold äußerst spannend. Lilias Menschenfreundin war in ein Kloster gefahren, um das Ikonenmalen zu erlernen. Dass das Ikonenmalen in Monika innere Verständnis-Prozesse auslöste, war für Lilia spannend mitzuerleben. Als Inmensa-Magia-Elfe konnte Lilia Gedanken hören. Das, was Lilia in dieser Woche sah und hörte, löste auch in ihrer kleinen Elfenseele ein tiefes Verständnis für Lebensprozesse aus. Und Julius Augustus? Julius August war total fasziniert von dem Mann, der den Teilnehmern das Ikonenmalen näher brachte. Es war erstaunlich, was der Mann alles wusste. Julius hing förmlich an den Lippen dieses Menschenlehrers und sog alles
Wissen in sich auf.

Am letzten Tag stand die Segnung der Ikonen auf dem Programm. Der Hausgeistliche fragte Lilias Menschenfreundin, ob sie denn wisse, was das
rote Ei in der Hand von Maria von Magdala zu bedeuten hätte.

„Nein, das weiß ich leider nicht. Ich bin mir aber sicher, dass sie uns
das erzählen können“.

Und so erzählte der Hausgeistliche vor der Segnung, „In Russland erzählt man sich die folgende Geschichte. Am Tag der Auferstehung schenkte Maria von Magdala dem römischen Kaiser Tiberius ein weißes Ei. Freudig sprach sie, »Christus ist auferstanden!« Tiberius wollte dies jedoch nicht glauben und antwortete. »So wenig wie ein weißes Ei rot werden kann, so wenig kann ein Toter auferstehen«. Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, da verwandelte sich das weiße Ei in ein rotes Ei.

Nach einer sehr berührenden Ikonen-Segnung fuhren Monika, Lilia und Julius Augustus nach Hause in den Westerwald. Eine wundervolle und sehr lehrreiche Woche lag hinter ihnen. Von der mussten sie sich jetzt erst einmal erholen, das Erlebte ausklingen lassen….


Und jetzt wisst ihr auch, wer auf meiner Ikone sichtbar ist.

Die Heilige Salbölträgerin Maria von Magdala

Ich wünsche euch einen wundervollen Start in eine sonnige Woche

Infos Ostern –Auferstehung und rote Eier… kaukasische post.de und Kidsweb.de

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