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Am Wochenende waren mein Patensohn und sein Bruder bei uns zu Besuch. Was macht Patentante und Mann mit zwei aufgeweckten Jungs, wenn es draußen regnet? Wasserdichte Kleidung an, mit Schirm und Charme bewaffnen, ins Auto und Abfahrt … wohin? In den Zoo. Ich war schon eine Ewigkeit nicht mehr in einem Zoo.

Zoo ist ja so ´ne Sache! Großer Königstiger in kleinem Käfig, der nur von rechts nach links tigert, erweckt in mir das Bild von „Erwachsener Mensch in Baby-Laufgitter eingesperrt sein“ … Ok, das ist ein anderes Thema … dennoch, dieses Bild und ein paar andere – die ich jetzt erst gar nicht erwähnen möchte – haben sich bei mir so tief festgesetzt, dass das bestimmt mein letzter Zoobesuch war. Ok, davon wollte ich eigentlich gar nicht schreiben … Musste und wollte jetzt doch noch raus … Also …

Im Exotarium
Eine, in einem Baum hängende Schlangenhaut im Exotarium – die Schlange hat sich dieser gerade eben entledigt – hat meine sensitive Stimmung gleich noch mehr in Schwung gebracht.

Wäre es nicht schön, wenn wir unsere hemmenden Gedanken, schmerzvollen Emotionen, leidvollen Erinnerungen und unsere blockierenden Lebensmuster einfach abstreifen könnten?

So, wie die Schlange ihre zu klein und zu eng gewordene Haut?
Der Haut, der sie entwachsen ist?

Wie häutet sich eine Schlange eigentlich? Durch Muskelkontraktionen?
Ok, … jetzt erst mal googeln.

Die Hauptwachstumsphase einer Schlange ist nach den ersten zwei bis drei Jahren abgeschlossen. In dieser Wachstumsphase können die jungen Schlangen sich monatlich häuten. Mit dieser Phase ist das Wachstum der Schlangen jedoch nicht beendet– sie wachsen ihr Leben lang. Sie wachsen nun langsamer und deshalb müssen sie nicht mehr so oft „aus der Haut fahren“. Alttiere (je nach Schlangenart) häuten sich nur noch ca. 3 x im Jahr.

Vor der Häutung kann die Schlange aggressiver sein, da ihre Sicht durch eine Augentrübung (ausgelöst durch die Häutungsmilch) eingeschränkt ist. Die Schlange reibt ihren Kopf solange an Gegenständen, bis die Haut platzt und diese dann vom Kopf bis zum Schwanz abgestreift werden kann. Die Häutungsphase ist sehr kräftezehrend. In ihrem neuen Kleid fühlt die Schlange sich zunächst unsicher, ihre Bewegung ist stark eingeschränkt und sie sieht schlecht aus.

Schlangen-Häutungs-Tipps … In der Zeit der Häutung sollte:

  1. … die Schlange nicht unnötig gestresst werden.
  2. … nicht gefüttert werden
  3. … auf eine vollständige Häutung achten.

Auch der Mensch, der sich in neue Gedanken und Handlungen begeben möchte, wird sich zuerst einmal am „Alten“ reiben, um die alten Gedankenstrukturen und -muster für sich greifbar zu machen und sie dann ablegen zu können. Die Sicht ist deshalb nur noch auf das „Alte“ fokussiert –
das kann einen schon aggressiv und wütend machen.

Ich finde die Schlangen-Häutungs-Tipps auch sehr gut geeignet für alle Menschen, die aus ihren alten Gedankenmustern aussteigen möchten … wenn sie sich ihrer zu eng und zu klein gewordenen Gedankenhaut entledigen möchten.

  1. … sich nicht unnötigen Stresssituationen aussetzen.
  2. … nicht in die Alltagsrituale greifen, die die alten Muster bedienen.
  3. … nicht die mentale Nahrung weiterhin konsumieren, die die alten
    Gedanken, Emotionen und Muster nähren.

Der Mensch, der sich eigene neue Rituale erschafft, fühlt sich zuächst einmal unsicher in dem NEUEN. Er traut sich nicht sich zu bewegen, bis er ein wenig sicherer geworden ist in den neuen Gedanken und Handlungen … die dann zu neuen Gewohnheiten u./od. Ritualen werden können.

Dazu fällt mir das folgende Zitat aus dem Talmud ein :

Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden zu Worten.

Achte auf Deine Worte,
denn sie werden zu Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal.

Das ist meine Gedankenkette zu einem Bild …. zur Schlangenhaut …. 😉

Ich wünsche euch eine erkenntnisreiche Woche
Herzlichst, eure Monika

 

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