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Ich glaube, es ist mal wieder Zeit für eine kleine Montagsgeschichte. Dieses Mal keine Elfengeschichte  😉

Habt ihr Lust auf einen Spaziergang? Na dann mal los ….

Klaras brennender Wunsch

Klara musste raus … raus aus dem Haus, das ihre Gedanken festhielt. In ihr loderte ein Feuer, das sie zu verbrennen drohte. Sie fand keinen sichtbaren, keinen greifbaren Grund für ihr inneres Brennen … sie wusste nur, sie musste raus in die Natur und tief durchatmen.

Klara spürte in sich das Verlangen die klare Herbstluft einzuatmen und ihre Augen mit den wohltuenden bunten Herbstfarben der Natur zu verwöhnen. Sie wusste, dass Mutter Natur alle ihre Sinne anregen und ihren inneren Blick auf das „Hier & Jetzt“ lenken würde. Klara hoffte, dass sie so die Ursache ihres inneren Feuers erkennen würde.


Der Pfad, auf dem sie heute wanderte, erschien ihr dunkel und trostlos. Sie versuchte, ihre Gedanken und Gefühle zu beruhigen.

Ihre Augen fest auf den Boden geheftet ging Klara nachdenklich weiter. Plötzlich regte sich etwas in ihr. Sie gab dem Impuls nach, hob ihren Kopf und schaute nach rechts … Da war es, das Licht. Es erinnerte sie an den Spruch:

„Immer wenn du glaubst es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her“

Lächelnd ging Klara weiter… nun konnte sie auch die Sonne am Ende dieses Weges wahrnehmen. „Wohin dieser Weg mich wohl führen mag, wenn ich weitergehe“, fragte sie sich mit einem lausbübischen Schmunzeln auf ihrem Gesicht.

„… und was nach dieser Kurve wohl kommt ?“

„Oha … falsch gedacht. Das war gar keine Kurve. Da hat etwas meinen Blick versperrt und in die Irre gelenkt …  Genauso wie der ein oder andere Gedanke, der durch meine Angst genährt wird und mich in die Irre führt,“ grübelte Klara nun vor sich hin.

„Rückblickend kann man die Zusammenhänge immer viel besser erkennen. Die vielen Details, die scheinbar im Weg standen und dabei den Weg nur säumten oder sogar wichtige Wegweiser waren.“

„Je größer der Abstand wird, umso mehr Einzelheiten und Verknüpfungen kann man entdecken … Das Verständnis für die Zusammenhänge wächst.“

„Mit dem Verständnis kann Erkenntnis wachsen.“

Beim Blick in den wundervollen Wolkenhimmel über ihr brannte es in Klara lichterloh. Schmerzhaft wurde sie sich ihres Herzenswunsches bewusst.

Sie befreite sich von ihrem Kummer, indem sie ihren Wunsch laut aussprach:

„Ich sehne mich danach, dass sich diese Wolken teilen und Gottes Stimme zu mir spricht: Du bist vollkommen, genau so, wie du bist. Mein Kind ich liebe dich. Bedingungslos!“

© Fotos und Text Monika Schmitt

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