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Vegan leben ist gar nicht so kompliziert

… auch, wenn ich das zuerst dachte 😉

Im letzten Jahr habe ich ein paar Dokumentationen gesehen, die mich zutiefst erschüttert haben. Die Bilder „furchtbar“ finden, normal weiterleben und essen wie bisher, konnte ich nicht mehr, deshalb habe ich mich entschieden, soweit wie möglich auf Tierprodukte zu verzichten. Kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr.

Zugegeben, die Umstellung ist mir anfangs nicht leicht gefallen.
Als ich an dem Tag meiner Entscheidung vor dem Kühlschrank stand, hatte ich Tränen in den Augen … im Kühlschrank standen soooviele Milchprodukte, was sollte ich denn nun essen? Ich dachte kurz, ich müsse nun verhungern und mir würde noch nicht einmal mein geliebter Milchkaffee bleiben… mein morgendliches Lebenselexier.

Fleisch mochte ich als Kind schon nicht und als Erwachsene habe ich wenig Fleisch (meist Hühnchen) gegessen, deshalb fiel mir der Verzicht auf Fleisch nicht schwer … viel schwerer der Verzicht auf Milchprodukte … Käse, Joghurt, Quark, usw.

Heute kann ich über mich lachen, so vollkommen unvorbereitet eine so gravierende Umstellung einläuten kann schon ein bisschen Furcht einflößen. Alles Neue braucht halt eben eine Eingewöhnungsphase und dann wird auch der neue Einkaufszettel, das neue vegane Rezept … alles was NEU ist, zur Routine.

Es hat mir sehr viel Freude bereitet neue Rezepte auszuprobieren. Ich habe sogar eine tolle Milchalternative für meinen Milchkaffee entdeckt 😉

Heute mache ich es mir nicht mehr so kompliziert. Ich koche und backe meine alten Rezepte und ersetze einfach die Milch, Sahne oder Kochcreme durch Dinkel-, Hafer-, Soja-, Reis- oder Mandelprodukte.

Überbacken funktioniert super mit Soja Cuisine und Hefeflocken. Klappt auch mit Hafer Cuisine oder Reis Cuisine und Hefeflocken.

Ausnahme
Ich gebe zu, 100 % ig vegan lebe ich nicht, denn ich esse Eier. Die kaufe ich auf dem Bio-Bauernhof meines Vertrauens.  Auf diesem kleinen Biohof werden die Hühner nach strengen Bioland-Richtlinien gehalten … mit überdachtem- und Freilandauslauf. Als Futter bekommen sie hofeigenen Weizen, eine spezielle Ackerbohnensorte und ein Bioland-Ergänzungsfutter.

Das war´s auch schon an tierischen Produkten.

Wisst ihr was die Kennezeichnungen auf den Eiern bedeuten?
Anhand der Ziffern kann man z.B erkennen wie die Tiere gehalten werden.

  • 0 = Ökologische Erzeugung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung

Weitere Infos …

Ich passe in keine Veggie-Schublade
Menschen, die auf verschiedene tierische Produkte verzichten oder zu sich nehmen, werden gerne in verschiedene Kategorien eingeteilt, … z.B. Flexitarier, Frutarier, Vegetarier, Veganer, Ovo-Vegetarier, Lacto-Vegetarier, Pesco-Vegetarier, Semi-Vegetarier, …

Ehrlich, ich blick da nicht mehr durch … muss ich auch nicht. Ich habe mich aus meinem Herzen heraus entschieden auf etwas zu verzichten und dafür brauche ich keinen Namen, keine Begrifflichkeit, keine Schublade 😉

Pelz
… trage ich eh keinen und bei Kunstpelz, z.B. am Mantelkragen, schaue ich zwei Mal hin, nicht nur, wenn auf dem Etikett „made in China“ steht. Ganz ehrlich … ich streichle lieber ein lebendes Tier.

…oder schaue es mir an.

Wie kann ich nun Kunstpelz von echtem Pelz unterscheiden ?
Das ist super im Video erklärt 😉

Und was mache ich nun mit meinen Lederschuhen und Lederjacken, mit meinen Ledertaschen und meinen Armbanddesigns aus Leder ???
Als ich kurzentschlossen meine Lederriemen-Vorräte in die Mülltonne werfen wollte, rebellierte etwas in mir. Es machte sich ein Unwohlsein in mir breit … ein Gefühl, als würde ich die Seelen dieser Tiere nicht ehren, sie achtlos wegwerfen. Als würde ich sie aus meiner Scham heraus, ein zweites Mal töten.

Ich habe mich entschieden meine Ledersachen aufzutragen, die Lederriemenvorräte (das sind schon noch ein paar Rollen und Meter) zu verarbeiten und alles, was aufgebraucht ist, so weit es geht durch Lederimitat zu ersetzen … oder einfach ganz neue Designs auszudenken.

Kosmetik
Ich mag die Lunasol-Kosmetik – ist ohne Tierversuche.

Palmöl
Jetzt versuche ich noch Palmöl zu ersetzen … z.B Magarine durch Rapsöl, Sonnenblumenöl, etc.

… mein Leben ist im Moment recht spannend … ich entdecke viele alte Dinge (Getreidesorten, Kräuter, Rezepte, Tugenden, etc.) neu.

Ich kann nicht die ganze Welt ändern … aber ich kann meinen kleinen Teil dazu beitragen, dass sich meine kleine Welt ändert. Ein Wassertropfen, der das ganz Meer in Bewegung bringen kann, wenn er sich mit anderen Wassertropfen im Tanz der Veränderung bewegt … ❤

„Nicht jeder ist in der Position Tieren zu helfen, aber jeder ist in der Position Tieren nicht zu schaden.“ (Anthony Douglas Williams)

Versuche es doch mal und staune, wieviel Du mit ein paar kleinen Umstellungen schon erreichen kannst

Ich wünsche Dir und Dir und Dir …uns allen,
einen fröhlichen Sonne-im-Herzen-Tag 🙂

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